Früher war der Rosswald noch eine reine Sömmerungsalpe, bis ihn die ersten Skipioniere zum begehrten Skigebiet für Einheimische machten. Sonntag für Sonntag nach der Fünfuhrfrühmesse schulterten die Skifahrer Ski und Stöcke und stapften durch den hohen Schnee zum Rosswald hinauf.
In den fünfzigerjahren entstand der erste Skilift, das Hotel "Klenenhorn", das Restaurant "Pierig" und eine Transportbahn. Die Rosswald AG hatte anfägnlich finanzielle Engpässe. Doch bald entwickelte sie sich zum florierenden Unternehmen. 1980 wurde das Restaurant "Fleschboden" eröffnet. Der Rosswald ist nicht nur ein beliebtes Skigebiet für Einheimische, sondern auch für Touristen. Die ruhige Alp wird auch im Sommer immer mehr und mehr bewohnt.
Die neue Rosswaldkapelle wurde 1972 eingeweiht. Sie befindet sich direkt neben der Bergstation und ist der Mutter Gottes geweiht. Besonder eindrücklich sind die zwei grossen Kirchenfenster mit Glasmalereien an den Seiten.
Im Winter findet jeweils an den Samstagen um 16.30 Uhr ein Gottesdienst statt.
Die alte Rosswaldkapelle wurde 1919 errichtet und befindet sich in der alten Alpensiedlung. Es ist eine bescheidene aber romantische Kapelle und ist ein Besuch wert. Sie diente den Alpleuten wärend Jahrhunderten als Gotteshaus.
Im Sommer finden hier noch Gottesdienste statt.
Quelle: Mjriam Britsch, Othmar Kämpfen, Martin Kuonen (Hg.): Brigerbärg scheene Bärg... . Ried-Brig und Termen einst und jetzt, Visp 1995